Bonus Malus System

Das Bonus-Malus-System ist ein Anreizsystem in der Kfz-Versicherung, das die Höhe der Prämie abhängig vom Fahrverhalten anpasst, indem unfallfreie Fahrer Rabatte erhalten (Bonus) …

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Bonus-Malus-System

Das Bonus-Malus-System ist ein Anreizsystem in der Kfz-Versicherung, das die Höhe der Prämie abhängig vom Fahrverhalten anpasst, indem unfallfreie Fahrer Rabatte erhalten (Bonus) und Unfallverursacher höhere Beiträge zahlen (Malus).

Bonus-Malus-System – Auf einen Blick

Nr.ThemaBeschreibung
1.FunktionsweiseDas System passt die Höhe der Versicherungsprämie basierend auf dem Fahrverhalten an. Unfallfreie Fahrer profitieren von Rabatten, während Unfallverursacher mit höheren Kosten rechnen müssen.
2.Bonusstufen & maximale ErsparnisIn Österreich beginnt man oft in Stufe 9 (100 Prozent Prämie). Durch unfallfreies Fahren kann man in Stufe 0 gelangen, was zu einer Ersparnis von bis zu 50 Prozent der Standardprämie führen kann.
3.Malus & RückstufungNach einem Unfall erfolgt in der Regel eine Rückstufung um mehrere Stufen (z.B. von Stufe 6 auf Stufe 9), wodurch die Prämie wieder auf 100 Prozent steigt. Es kann Jahre dauern, bis man sich wieder hochgearbeitet hat.
4.Versicherung wechseln & BonusübertragungDie Bonusstufe kann auf eine neue Versicherung oder ein neues Fahrzeug übertragen werden. Innerhalb der Familie kann sie sogar auf Kinder übertragen werden, sodass diese nicht in einer teuren Einstiegsstufe starten.
5.Rabattschutz als AbsicherungEinige Kfz-Versicherungen bieten Rabattschutz, der einen ersten Schaden pro Jahr abdeckt, ohne dass eine Rückstufung erfolgt. Das kann langfristig mehrere hundert Euro an Mehrkosten verhindern.

Was ist das Bonus-Malus-System?

Das Bonus-Malus-System ist ein Modell, das vorrangig im Bereich der Kfz-Versicherungen genutzt wird, um die Prämienhöhe an das individuelle Risiko des Versicherungsnehmers anzupassen. Das Prinzip ist einfach: Wer unfallfrei fährt, zahlt weniger, wer Unfälle verursacht, zahlt mehr.

Konkret in Bonus und Malus ausgedrückt bedeutet dies für Sie als individuellen Versicherungsnehmer:

  • Bonus: Fahren Sie über Jahre hinweg unfallfrei, erhalten Sie Rabatte auf Ihre Versicherungsprämie.
  • Malus: Wenn Sie einen Unfall (z.B. einen Wildunfall oder eine Kollision) verursachen, müssen Sie mit einer höheren Versicherungsprämie rechnen.

Die Grundidee hinter dem Bonus-Malus-System ist es, Versicherungsnehmer zu einem sicheren und umsichtigen Fahrverhalten zu motivieren. Dadurch profitieren nicht nur die Fahrer selbst von niedrigeren Prämien, sondern auch die Versicherungsgesellschaften, da weniger Schadensfälle reguliert werden müssen.

So funktioniert das Bonus-Malus-System

In Österreich ist das Bonus-Malus-System nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird jedoch von den meisten Versicherungsunternehmen in der Kfz-Haftpflichtversicherung angewendet. Das Standardmodell umfasst 18 Stufen (von 0 bis 17), beginnend bei der Grundstufe 9, die 100 Prozent der Tarifprämie entspricht.

Bonus: Vergünstigungen für unfallfreies Fahren

Eine hohe Bonusstufe führt immer zu einem günstigeren Tarif in der Autoversicherung. Je höher die Bonusstufe, desto weniger muss ein Versicherungsnehmer für seinen Schutz zahlen. Wie bereits erwähnt, startet man in der Stufe 9 und wird dann, bei mindestens einem Jahr ohne Unfall, um eine Stufe nach unten gesenkt. Langfristig kann dies zu Ersparnissen von bis zu 50 Prozent der Standardprämie führen.

Hier einmal die wichtigsten Punkte für Sie im Überblick:

  • Jährliche Herabstufung: Wer ein Jahr ohne Schadenmeldung fährt, wird um eine Stufe herabgestuft und zahlt weniger.
  • Maximale Ersparnis: In der niedrigsten Stufe zahlen Versicherungsnehmer nur die Hälfte der ursprünglichen Prämie.
  • Versicherungswechsel: Die erreichte Bonusstufe kann meist bei einem Versicherungswechsel übernommen werden, wenn der neue Versicherer das System anerkennt.

Zusätzlich kann die Bonusstufe innerhalb der Familie übertragen werden, etwa von Eltern auf Kinder. Dies ermöglicht es, direkt von günstigeren Prämien zu profitieren, ohne die vollen Kosten der Einstiegsstufe 9 tragen zu müssen. So können Sie idealerweise mit der günstigsten Stufe 0 starten.

Malus: Erhöhung der Prämien nach Unfällen

Während sich sicheres Fahren positiv auf die Versicherungsprämie auswirkt, führt ein gemeldeter Schaden zu einer Rückstufung in eine höhere Bonus-Malus-Stufe, wodurch die Kosten für die Autoversicherung steigen.

Konkret bedeutet das Folgendes:

  • Nach einem Unfall wird die Malus-Stufe um drei Stufen nach oben gesetzt. Beispielsweise wird ein Versicherungsnehmer von Stufe 6 auf Stufe 9 zurückgestuft, was bedeutet, dass er wieder die volle Tarifprämie zahlen muss.
  • Mehrere Schäden innerhalb kurzer Zeit führen zu einer schnelleren Rückstufung und drastisch steigenden Versicherungsprämien.
  • Die Wiederherstellung einer besseren Bonusstufe dauert Jahre. Wer nach einem Unfall von Stufe 9 auf Stufe 12 zurückgestuft wird, muss mindestens drei Jahre unfallfrei fahren, um wieder auf Stufe 9 zurückzukehren.

Tipp: Bei manchen Fahrzeugversicherungen haben Sie die Möglichkeit auf einen sogenannten Rabattschutz oder auch Freischaden. Das bedeutet, dass Ihr erster Schaden innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht zur Rückstufung führt.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Das Bonus-Malus-System hat das Ziel, eine faire und risikobasierte Berechnung der Versicherungsprämien sicherzustellen. Als unfallfreier Autofahrer profitieren Sie von niedrigeren Kosten. Verursachen Sie jedoch häufig Schäden (z.B. einen Parkschaden), dann müssen Sie mit höheren Prämien rechnen.

Die jeweiligen Vor- und Nachteile hängen also ganz davon ab, wie sicher und umsichtig Sie fahren – je länger Ihr Auto unfallfrei bleibt, desto mehr können Sie auch sparen.

Vorteile des Bonus-Malus-Systems

Für besonders vorausschauende und sichere Fahrer kann das Bonus-Malus-System eine erhebliche Kostenersparnis bedeuten. Wer unfallfrei bleibt, wird belohnt.

Nachstehend haben wir Ihnen die Top 5 Vorteile aufgelistet:

  • Als unfallfreier Fahrer profitieren Sie von stetig sinkenden Versicherungsprämien.
  • Die Bonusstufe kann bei einem Fahrzeug- oder Versicherungswechsel meist übernommen werden.
  • Mit Rabattschutz-Optionen bleiben die Prämien stabil – auch nach einem ersten Unfall (immer abhängig von der jeweiligen Kfz-Versicherung).
  • Wer langfristig schadenfrei fährt, kann bis zu 50 Prozent der Standardprämie sparen.
  • Das System schafft einen zusätzlichen Anreiz für sicheres und verantwortungsbewusstes Fahren.

Nachteile des Bonus-Malus-Systems

Allerdings bringt das Bonus-Malus-System auch einige Nachteile mit sich – besonders für Fahranfänger oder nach einem verursachten Unfall.

Daher finden Sie hier die 5 wichtigsten Nachteile, die es zu beachten gilt:

  • Als Fahranfänger starten Sie in der Regel mit einer hohen und teuren Stufe, wodurch die finanzielle Belastung recht hoch sein kann.
  • Bereits ein Unfall führt zu einer Rückstufung um mehrere Stufen, wodurch die Prämien deutlich steigen.
  • Es kann mehrere Jahre dauern, bis man nach einer Rückstufung wieder eine günstige Bonusstufe erreicht.
  • Die genauen Regelungen variieren zwischen den Versicherungen, was Vergleiche erschwert.
  • Wer keinen Rabattschutz hat, muss selbst bei einem kleinen Schaden mit höheren Beiträgen rechnen.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist das Bonus-Malus-System?

Das Bonus-Malus-System ist ein Anreizsystem in der Kfz-Versicherung, das die Höhe der Prämie basierend auf dem Fahrverhalten bestimmt. Personen, die unfallfrei fahren, werden mit niedrigeren Beiträgen belohnt, während Unfallverursacher mit höheren Kosten rechnen müssen. Ziel ist es, sicheres Fahren zu fördern und ein faires Modell zur Risikobewertung zu schaffen.

Wie funktioniert das Bonus-Malus-System?

Versicherungsnehmer werden je nach Anzahl unfallfreier Jahre in eine bestimmte Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) eingestuft. Mit jedem unfallfreien Jahr verbessert sich die Einstufung und die Prämie sinkt, während ein gemeldeter Schaden eine Rückstufung und höhere Beiträge zur Folge hat. Die genaue Berechnung variiert je nach Versicherung.

Wie viele Bonus-Malus-Stufen gibt es?

In Österreich gibt es üblicherweise 18 Stufen (Stufe 0 bis 17), wobei die Einstiegsstufe oft bei Stufe 9 liegt. Wer jahrelang unfallfrei fährt, kann in eine niedrigere und günstigere Stufe eingeordnet werden, während Unfälle zu einer Rückstufung führen.

Was ist der Unterschied zwischen Bonus und Malus?

Der Bonus steht für eine Vergünstigung der Versicherungsprämie bei unfallfreiem Fahren, sodass die Kosten Jahr für Jahr sinken können. Der Malus hingegen bedeutet eine Prämienerhöhung nach einem Unfall, da der Versicherungsnehmer in eine schlechtere Stufe zurückgestuft wird.

Rückstufung nach einem Schadensfall: Was in Österreich gilt

In Österreich gibt es kein einheitliches gesetzlich vorgeschriebenes Bonus-Malus-System wie in manchen anderen Ländern. Jeder Versicherer legt seine eigene Staffelung der Prämienstufen und die Regeln zur Rückstufung selbst fest, weshalb sich die konkreten Auswirkungen eines Schadens von Anbieter zu Anbieter unterscheiden.

Grundsätzlich erfolgt eine Rückstufung in der Regel nur dann, wenn der eigene Haftpflichtversicherer einen selbstverschuldeten Schaden an einen Geschädigten bezahlt hat. Wird der Schaden hingegen vom gegnerischen Versicherer ersetzt, weil man selbst unverschuldet in den Unfall verwickelt war, bleibt der eigene Bonus in der Regel unberührt.

Nach einer Rückstufung dauert es meist mehrere schadenfreie Jahre, bis wieder eine günstigere Stufe erreicht wird. Wie schnell das geht, also ob pro schadenfreiem Jahr eine oder mehrere Stufen gutgeschrieben werden, hängt vom jeweiligen Versicherungsvertrag ab und sollte im Bedarfsfall direkt beim eigenen Versicherer erfragt werden.

Schaden melden oder selbst bezahlen? Eine wichtige Abwägung

Weil eine Rückstufung über mehrere Jahre hinweg höhere Prämien bedeuten kann, lohnt es sich bei kleineren Schäden häufig, die Reparaturkosten selbst zu tragen, statt die Versicherung in Anspruch zu nehmen. Eine pauschale Betragsgrenze dafür gibt es nicht, da sie von der Schadenshöhe, der aktuellen Bonusstufe und den Bedingungen des jeweiligen Versicherers abhängt.

Im Zweifel hilft ein einfacher Vergleich: Wie hoch wären die zusätzlichen Prämienkosten durch die Rückstufung über die kommenden Jahre im Vergleich zu den einmaligen Reparaturkosten? Bei einer Kaskoversicherung ist zusätzlich zu beachten, dass je nach Vertrag ein Selbstbehalt vereinbart sein kann, der die Entscheidung ebenfalls beeinflusst.

Gilt das Bonus-Malus-System in Österreich noch? Rechtslage seit 2015

Das klassische, gesetzlich vorgeschriebene Bonus-Malus-System in der KFZ-Haftpflichtversicherung wurde in Österreich mit 1. Oktober 2015 abgeschafft. Seither dürfen Versicherer ihre Prämien frei kalkulieren und individuelle Tarifmodelle anwenden, die Faktoren wie Fahrzeugtyp, Wohnort, Fahrleistung, Alter des Lenkers und Schadenverlauf berücksichtigen.

In der Praxis verwenden viele Versicherer weiterhin ein Stufensystem, das dem alten Bonus-Malus ähnelt, oft unter Bezeichnungen wie Schadenfreiheitsrabatt oder Erfahrungsrabatt. Ein gemeldeter Schaden kann daher weiterhin zu einer Rückstufung und damit zu einer höheren Prämie im Folgejahr führen, die genaue Ausgestaltung ist aber von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich und sollte in den Versicherungsbedingungen bzw. beim jeweiligen Versicherer nachgefragt werden.

Wichtig: Diese Regelung betrifft in erster Linie die Haftpflichtversicherung. Bei der Kaskoversicherung (Teil- und Vollkasko) gelten meist eigene Schadenfreiheitsklassen, die unabhängig vom Haftpflichttarif geführt werden.

Schaden selbst zahlen oder melden? Auswirkung auf die Prämie richtig einschätzen

Bei kleineren Schäden stellt sich oft die Frage, ob eine Meldung an die Versicherung überhaupt sinnvoll ist, da eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse die Prämie über mehrere Jahre erhöhen kann. Als grobe Orientierung lohnt sich ein Vergleich der zu erwartenden Mehrkosten durch die Rückstufung (über die vertraglich vereinbarte Rückstufungsdauer) mit der Schadenhöhe.

Bei einem unverschuldeten Unfall mit einem gegnerischen Haftpflichtversicherer als Zahler entsteht in der Regel keine Rückstufung in der eigenen Versicherung, da der Schaden nicht über die eigene Polizze abgewickelt wird. Anders ist es, wenn der eigene Kaskoversicherer zahlt oder man selbst Unfallverursacher ist und die eigene Haftpflicht einspringt.

Für die Meldung an die eigene Versicherung gelten meist kurze Fristen (oft eine Woche ab Kenntnis), die in den Versicherungsbedingungen (AVB) festgelegt sind. Eine verspätete oder unterlassene Meldung kann je nach Vertrag zum teilweisen oder vollständigen Verlust des Versicherungsschutzes führen, unabhängig von der Frage der Rückstufung.

Wie funktioniert das Bonus-Malus-System grundsätzlich?

Das Bonus-Malus-System regelt, wie sich schadenfreie Jahre oder gemeldete Schäden auf den Prämiensatz der KFZ-Versicherung auswirken. Jeder Lenker wird dabei in eine bestimmte Klasse eingestuft, die bestimmt, wie viel Prozent der Grundprämie tatsächlich bezahlt werden muss. Je mehr schadenfreie Jahre vorliegen, desto günstiger fällt die Einstufung in der Regel aus.

In Österreich gibt es dafür keine gesetzlich einheitlich vorgeschriebene Tabelle - jeder Versicherer legt seine eigene Staffelung der Klassen und die Höhe der Rückstufung nach einem Schaden selbst fest. Deshalb können sich Prämienunterschiede nach einem gemeldeten Schaden je nach Vertrag und Anbieter spürbar unterscheiden, auch wenn der Schadenhergang identisch war.

Bonus-Malus bei Versicherungswechsel und Fahrzeugwechsel

Wer die KFZ-Versicherung wechselt, kann die bisherige Einstufung in der Regel mitnehmen. Dafür verlangt der neue Versicherer meist eine Vorversicherungsbestätigung des alten Anbieters, aus der die schadenfreien Jahre beziehungsweise bereits erfolgte Rückstufungen hervorgehen.

Auch bei einem Fahrzeugwechsel bleibt die bestehende Einstufung üblicherweise erhalten, da sie an die Person beziehungsweise den Versicherungsvertrag gebunden ist und nicht an ein einzelnes Auto. Wird ein zusätzliches Fahrzeug im Haushalt angemeldet, beginnt dafür je nach Versicherer teils eine neue, separate Einstufung.

Wie funktioniert das Bonus-Malus-System bei der KFZ-Versicherung in Österreich?

Das Bonus-Malus-System regelt, wie sich die Haftpflichtprämie je nach Schadenverlauf verändert. Wer ein Jahr lang unfallfrei fährt, rückt in der Regel eine Stufe nach unten und zahlt weniger Prämie (Bonus). Wird ein selbstverschuldeter Schaden gemeldet, erfolgt eine Hochstufung (Malus), die Prämie steigt entsprechend. Die genaue Anzahl der Stufen und die Höhe der Prämienänderung legt jeder Versicherer in seinem eigenen Tarifwerk fest, es gibt in Österreich kein einheitliches, gesetzlich vorgeschriebenes Stufenmodell wie etwa in Deutschland.

Wichtig: Eine Rückstufung erfolgt grundsätzlich nur bei Schäden aus der Haftpflichtversicherung, die der Versicherer tatsächlich reguliert hat. Wird ein Schaden selbst bezahlt oder vom Unfallgegner bzw. dessen Versicherung übernommen, bleibt die eigene Bonus-Stufe in der Regel unberührt.

Rückstufung vermeiden: Kleinschaden selbst zahlen oder melden?

Bei kleineren Schäden lohnt sich oft eine Vergleichsrechnung: Die Mehrkosten durch die Rückstufung über mehrere Jahre können die Reparaturkosten übersteigen. Viele Versicherer bieten dafür eine Rückkaufoption oder einen Kulanzausgleich an, bei dem man die Rückstufung durch eine einmalige Zahlung abwenden kann. Ob sich das rechnet, hängt vom individuellen Vertrag und der Schadenhöhe ab und sollte vor der Schadenmeldung mit dem Versicherer oder Schaden-Manager abgeklärt werden.

Bei einem Versicherungswechsel kann die erreichte Bonus-Stufe üblicherweise auf den neuen Vertrag übertragen werden, sofern eine lückenlose Versicherungsbestätigung des bisherigen Versicherers vorliegt. Die Details dazu regelt der neue Vertrag, eine automatische Übernahme ist nicht gesetzlich garantiert.

Wie das Bonus-Malus-Stufensystem in Österreich aufgebaut ist

Das Bonus-Malus-System der Kfz-Haftpflichtversicherung teilt Versicherungsnehmer in Stufen ein, die sich nach der Anzahl schadenfreier Jahre bzw. gemeldeter Schäden richten. Jedes unfallfreie Jahr führt in der Regel zu einer Höherstufung (Bonus), jeder selbst verschuldete, gemeldete Schaden zu einer Rückstufung (Malus) um mehrere Stufen. Die genaue Anzahl der Stufen und die jeweiligen Prozentsätze auf die Prämie legt jeder Versicherer in seinen eigenen Tarifbedingungen fest, das Grundprinzip der Staffelung ist aber bei allen österreichischen Kfz-Versicherern ähnlich aufgebaut.

Wichtig: Das Bonus-Malus-System gilt primär für die Haftpflichtversicherung. Bei der Kaskoversicherung wird die Einstufung meist getrennt geführt, auch hier kann ein gemeldeter Schaden aber zu einer höheren Folgeprämie führen, je nach Vertrag und Versicherer unterschiedlich geregelt.

Schaden melden oder selbst zahlen? Die Rückstufung richtig einschätzen

Bei kleineren Schäden stellt sich oft die Frage, ob man die Reparaturkosten selbst trägt, um eine Rückstufung zu vermeiden. Dafür sollte man die Mehrkosten durch die Rückstufung über die kommenden Jahre den tatsächlichen Reparaturkosten gegenüberstellen, nicht jeder Versicherer rechnet hier gleich, und auch die Rückstufungsdauer unterscheidet sich je nach Vertrag.

Ein Rücktritt von der Schadenmeldung ist bei vielen Versicherern innerhalb einer bestimmten Frist nach Meldung möglich, sofern noch keine Zahlung geleistet wurde. Wer unsicher ist, sollte vor der Meldung eine unverbindliche Berechnung beim Versicherer oder über einen Schadenabwicklungsdienst einholen, um die finanzielle Auswirkung auf die Prämie realistisch einzuschätzen.

Wie funktioniert das Bonus-Malus-System in Österreich

Das Bonus-Malus-System regelt die Prämie der Kfz-Haftpflichtversicherung anhand der schadensfreien Jahre. Jeder Versicherungsnehmer ist einer von mehreren Stufen zugeordnet, die von einem Einstiegswert bis zur günstigsten Rabattstufe reichen. Nach jedem schadensfreien Jahr erfolgt eine Hochstufung in eine günstigere Stufe, nach einem selbstverschuldeten Unfall mit Leistung der Haftpflichtversicherung erfolgt eine Rückstufung um mehrere Stufen, abhängig vom konkreten Tarif des Versicherers.

Die genaue Anzahl der Stufen sowie die Höhe der jeweiligen Prämienprozentsätze sind nicht gesetzlich einheitlich geregelt, sondern von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich festgelegt. Wer die eigene Einstufung und die Auswirkung eines Schadens auf die künftige Prämie genau wissen will, findet die Details im Versicherungsvertrag beziehungsweise in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen des jeweiligen Anbieters.

Bonus-Malus-Stand beim Versicherungswechsel mitnehmen

Wer den Kfz-Versicherer wechselt, kann die erreichte Bonus-Malus-Stufe in der Regel mitnehmen. Dafür ist eine Bestätigung des bisherigen Versicherers über den aktuellen Schadenfreiheitsrabatt beziehungsweise die Anzahl der schadensfreien Jahre notwendig, die beim neuen Versicherer vorgelegt wird. Ohne diesen Nachweis kann der neue Versicherer die günstige Einstufung oft nicht übernehmen, weshalb dieses Dokument beim Anbieterwechsel rechtzeitig angefordert werden sollte.

Häufige Fragen

Werde ich auch bei einem unverschuldeten Unfall im Bonus-Malus-System zurückgestuft?

In der Regel nein. Eine Rückstufung erfolgt meist nur, wenn der eigene Haftpflichtversicherer einen selbstverschuldeten Schaden bezahlt hat. Wird der Schaden vom gegnerischen Versicherer ersetzt, bleibt der eigene Bonus üblicherweise unverändert, dies kann aber je nach Vertrag unterschiedlich geregelt sein.

Wie lange dauert es, bis ich nach einer Rückstufung wieder eine bessere Stufe erreiche?

Das dauert in der Regel mehrere schadenfreie Jahre. Je nach Versicherer und Vertrag wird pro schadenfreiem Jahr eine oder auch mehr Stufen gutgeschrieben, eine einheitliche gesetzliche Regelung gibt es in Österreich dafür nicht.

Nehme ich meinen Bonus mit, wenn ich die Versicherung wechsle?

In der Regel ja, sofern der bisherige Versicherer eine Bestätigung über den Schadenverlauf ausstellt. Da jedes Unternehmen aber ein eigenes Stufensystem verwendet, kann die Einstufung beim neuen Versicherer leicht abweichen.

Gibt es in Österreich noch ein Bonus-Malus-System?

Das gesetzlich einheitliche Bonus-Malus-System wurde 2015 abgeschafft. Versicherer kalkulieren seither individuell, verwenden aber oft weiterhin ähnliche Stufenmodelle mit Schadenfreiheitsrabatt, die vertragsabhängig sind.

Wie lange wirkt sich ein gemeldeter Schaden auf die Prämie aus?

Die Dauer der Rückstufung hängt vom jeweiligen Versicherungsvertrag ab und ist in den Versicherungsbedingungen geregelt, üblich sind mehrjährige Auswirkungen auf die Schadenfreiheitsklasse.

Kann ich meinen Schadenfreiheitsrabatt beim Versicherungswechsel mitnehmen?

In der Regel bestätigt der bisherige Versicherer den Schadenverlauf bzw. die erreichte Rabattstufe schriftlich, damit der neue Versicherer diesen bei der Prämienberechnung berücksichtigen kann. Ob und in welchem Umfang das geschieht, liegt im Ermessen des neuen Versicherers.

Gilt das Bonus-Malus-System auch für die Kaskoversicherung?

Ja, in der Regel führen Haftpflicht- und Kaskoversicherung jeweils eine eigene Einstufung, die sich unabhängig voneinander entwickeln kann. Ob und wie stark ein Schaden die Kasko-Einstufung beeinflusst, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.

Wie lange bleibt eine Rückstufung nach einem Schaden bestehen?

Eine Rückstufung wirkt grundsätzlich so lange fort, bis man sich durch mehrere schadenfreie Jahre wieder in eine günstigere Klasse hocharbeitet. Wie viele Jahre dafür nötig sind, legt jeder Versicherer in seiner eigenen Staffel fest.

Kann man eine Rückstufung vermeiden oder abfedern?

Manche Versicherer bieten optional einen Rabattschutz beziehungsweise eine Schadenfreiheitsrabatt-Garantie an, bei der ein einzelner Schaden die Einstufung nicht oder nur eingeschränkt verschlechtert. Ob eine solche Option im eigenen Vertrag enthalten ist, sollte vor der Schadensmeldung geprüft werden.

Wie lange dauert eine Rückstufung im Bonus-Malus-System?

Das hängt vom jeweiligen Versicherer ab. In der Regel wirkt sich ein gemeldeter Schaden bei der nächsten Prämienberechnung aus, eine Rückkehr zur ursprünglichen Stufe erfolgt meist erst nach mehreren unfallfreien Jahren.

Wirkt sich ein Kaskoschaden auch auf die Bonus-Stufe der Haftpflicht aus?

In der Regel sind Kasko- und Haftpflichtversicherung getrennte Bonus-Malus-Systeme. Ein Kaskoschaden führt üblicherweise nur zu einer Rückstufung im Kaskotarif, nicht automatisch in der Haftpflicht, das ist aber vertragsabhängig.

Kann ich meine Bonus-Stufe bei einem Versicherungswechsel mitnehmen?

Grundsätzlich ja, sofern der neue Versicherer die bisherige Schadenfreiheit anhand einer Bestätigung des Vorversicherers anerkennt. Die Anerkennung erfolgt nach den Richtlinien des neuen Anbieters und ist nicht einheitlich geregelt.

Kann ich meinen Bonus bei einem Versicherungswechsel mitnehmen?

Ja, die erreichte Bonus-Malus-Stufe wird in Österreich in der Regel vom neuen Versicherer übernommen, sofern ein lückenloser Nachweis über die bisherige Einstufung (Vorversicherungsbestätigung) vorgelegt wird.

Wirkt sich ein unverschuldeter Unfall auf die Bonus-Malus-Einstufung aus?

Bei einem unverschuldeten Unfall, bei dem die Gegenseite die Kosten übernimmt, bleibt die eigene Bonus-Malus-Stufe in der Regel unverändert, da kein Leistungsfall aus der eigenen Haftpflichtversicherung entsteht.

Kann ich eine Rückstufung nachträglich rückgängig machen, wenn ich den Schaden doch selbst zahle?

Viele Versicherer erlauben einen Rücktritt von der Schadenmeldung innerhalb einer vertraglich festgelegten Frist, solange noch keine Versicherungsleistung ausbezahlt wurde. Danach ist eine nachträgliche Rücknahme meist nicht mehr möglich, Details regelt der jeweilige Versicherungsvertrag.

Wie viele Stufen hat das Bonus-Malus-System?

Die Anzahl der Stufen und die jeweiligen Prämienprozentsätze legt jeder Versicherer in Österreich selbst fest, es gibt keine einheitliche gesetzliche Stufenordnung. Die genaue Einstufung findet sich im eigenen Versicherungsvertrag beziehungsweise in der Polizze.

Wirkt sich ein Bagatellschaden auf die Bonus-Malus-Stufe aus?

Das hängt vom jeweiligen Versicherungsvertrag ab. Manche Tarife sehen eine Rückstufungsfreiheit für kleinere Schadenssummen vor, bei anderen wirkt sich bereits ein geringer Schaden auf die Einstufung aus. Diese Regelung ist in den Versicherungsbedingungen nachzulesen.

Kann ich die Rückstufung durch Selbstzahlung des Schadens vermeiden?

Ja, in der Regel ist es möglich, einen gemeldeten oder noch nicht abgerechneten Schaden selbst zu bezahlen, um die Rückstufung zu vermeiden. Dafür muss der Versicherer meist informiert werden, bevor die Schadenszahlung durch die Versicherung erfolgt, da eine bereits abgewickelte Zahlung in der Regel nicht rückgängig gemacht werden kann.

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