Schadenfreiheitsklassen in Österreich einfach erklärt

Ihre Schadenfreiheitsklasse entscheidet mit, wie viel Sie für Ihre KFZ-Versicherung zahlen und ob sich eine Schadenmeldung nach einem Unfall überhaupt lohnt. Hier erfahren Sie, wie das System in Österreich funktioniert und was bei einem Schaden konkret mit Ihrer Einstufung passiert.

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Was ist eine Schadenfreiheitsklasse?

Die Schadenfreiheitsklasse (kurz SF-Klasse) zeigt, wie viele Jahre Sie bereits unfallfrei bzw. ohne gemeldeten Schaden gefahren sind. Sie ist die Grundlage für den Rabatt, den Sie auf die Prämie Ihrer KFZ-Haftpflicht- und oft auch Ihrer Kaskoversicherung bekommen.

Je länger Sie schadenfrei bleiben, desto günstiger wird üblicherweise Ihr Beitrag. Nach einem selbstverschuldeten Schaden kann die Einstufung sich verschlechtern, was sich wiederum auf die zukünftige Prämie auswirkt.

Wie funktioniert die Einstufung in Österreich?

Anders als in Deutschland gibt es in Österreich kein einheitliches, gesetzlich festgelegtes Klassenschema. Jeder Versicherer definiert Anzahl, Bezeichnung und Rabattstufen seiner Schadenfreiheitsklassen selbst, meist in den eigenen Tarifbedingungen.

In der Regel steigen Sie nach jedem schadenfreien Jahr um eine Klasse auf, während ein gemeldeter, selbstverschuldeter Schaden zu einer Rückstufung um eine oder mehrere Klassen führen kann. Die genauen Stufen und Prozentsätze entnehmen Sie am besten Ihrer Polizze oder erfragen Sie direkt bei Ihrem Versicherer.

Schadenfreiheitsklasse bei Schaden, Fahrzeugwechsel und Versicherungswechsel

Nach einem Schaden stellt sich oft die Frage, ob sich eine Meldung überhaupt auszahlt oder ob eine Selbstzahlung günstiger ist, weil die Rückstufung über Jahre mehr kostet als die Reparatur. Details dazu, was konkret nach einem Schadensfall mit Ihrer Klasse passiert, finden Sie in unserem Beitrag zur Schadenfreiheitsklasse nach einem Unfall.

Bei einem Fahrzeugwechsel bleibt Ihre SF-Klasse in der Regel erhalten, da sie an Ihre Person und nicht an das Fahrzeug gebunden ist. Beim Wechsel zu einem anderen Versicherer benötigen Sie meist eine Vorschaden- bzw. SF-Bestätigung des bisherigen Anbieters, damit die neue Versicherung Ihre bisherige Schadenfreiheit korrekt anrechnet.

So bleibt Ihre Einstufung nach einem Schaden möglichst gut

Manche Verträge bieten einen Rabattschutz oder Freischaden an, wodurch ein Schaden pro Jahr die Einstufung nicht verschlechtert. Ob und in welchem Umfang das in Ihrem Vertrag der Fall ist, entnehmen Sie den Versicherungsbedingungen oder klären es kurz mit Ihrem Versicherer.

Wenn Sie nach einem Unfall unsicher sind, ob sich eine Meldung lohnt, hilft Ihnen Schaden-Manager.com bei der Einschätzung und übernimmt die komplette Abwicklung mit Werkstatt und Versicherung, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

Häufige Fragen

Wie viele Schadenfreiheitsklassen gibt es in Österreich?

Das legt jeder Versicherer selbst fest, es gibt kein gesetzlich einheitliches System wie in Deutschland. Die genaue Klassenanzahl und die zugehörigen Rabattstufen stehen in Ihrer Polizze bzw. den Tarifbedingungen.

Kann ich meine Schadenfreiheitsklasse beim Versicherungswechsel mitnehmen?

In der Regel ja, wenn Sie dem neuen Versicherer eine Vorschaden- bzw. SF-Bestätigung Ihres bisherigen Anbieters vorlegen. Fragen Sie am besten vor dem Wechsel gezielt danach.

Verliere ich meine Klasse bei jedem gemeldeten Schaden?

Nicht zwingend. Ob und wie stark sich eine Meldung auf Ihre Einstufung auswirkt, hängt vom Vertrag ab, manche Polizzen enthalten einen Rabattschutz oder Freischaden für einen Schaden pro Jahr.

Wie schnell verbessert sich meine Schadenfreiheitsklasse wieder?

Üblich ist eine Verbesserung um eine Klasse pro schadenfreiem Jahr, die genaue Regelung und Geschwindigkeit legt aber jeder Versicherer individuell fest.

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