Restwert beim Auto: Berechnung, Verkauf und Ihre Rechte
Nach einem Unfall mit wirtschaftlichem Totalschaden entscheidet der Restwert darüber, wie viel Geld Ihnen tatsächlich bleibt. Wir erklären, wie der Restwert ermittelt wird und wie Sie beim Verkauf nicht draufzahlen.
Direktverrechnung mit allen Versicherungen Österreichs, unter anderem:
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Was ist der Restwert eines Fahrzeugs?
Der Restwert ist der Betrag, den ein beschädigtes Fahrzeug in seinem aktuellen, unreparierten Zustand noch wert ist. Er spielt vor allem dann eine Rolle, wenn die Reparaturkosten so hoch sind, dass ein wirtschaftlicher Totalschaden vorliegt. In diesem Fall zieht die Versicherung den Restwert vom Wiederbeschaffungswert ab und zahlt Ihnen die Differenz aus.
Wichtig: Der Restwert ist nicht gleichzusetzen mit dem Schrottwert. Auch ein schwer beschädigtes Fahrzeug kann noch einen relevanten Marktwert haben, etwa für Ersatzteile, den Export oder als Bastlerfahrzeug.
Wie wird der Restwert ermittelt?
In der Regel ermittelt ein Kfz-Sachverständiger den Restwert im Rahmen des Schadensgutachtens. Dabei werden meist mehrere Angebote eingeholt, häufig über spezialisierte Restwertbörsen, auf denen Ankäufer bundesweit oder sogar international bieten können.
Hier liegt ein häufiger Streitpunkt: Versicherungen berufen sich gerne auf besonders hohe Gebote aus überregionalen Börsen. Geschädigte müssen sich laut gängiger Rechtsprechung aber grundsätzlich nur auf den regional erzielbaren Restwert verweisen lassen, nicht auf exotische Höchstgebote, die in der Praxis oft gar nicht eingelöst werden. Prüfen Sie Restwertangebote daher kritisch und lassen Sie sich im Zweifel von Ihrem Gutachter oder Anwalt beraten.
Restwert vs. Wiederbeschaffungswert: Der Unterschied
Der Wiederbeschaffungswert ist der Preis, den Sie zahlen müssten, um ein gleichwertiges Fahrzeug auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu kaufen. Der Restwert ist dagegen das, was Ihr beschädigtes Fahrzeug im aktuellen Zustand noch wert ist.
Die Differenz aus beiden Werten ergibt bei einem wirtschaftlichen Totalschaden die Entschädigungssumme, die Ihnen die Versicherung auszahlt, wenn Sie das Fahrzeug nicht reparieren lassen, sondern verkaufen oder behalten.
Restwert verkaufen: So vermeiden Sie finanzielle Nachteile
Sie sind nicht verpflichtet, Ihr Fahrzeug an den Bestbieter aus der Restwertbörse zu verkaufen. Sie dürfen das Fahrzeug auch behalten und selbst reparieren lassen, müssen dann aber mit dem im Gutachten festgestellten Restwert rechnen. Holen Sie bei größeren Summen ruhig eine zweite Meinung ein, bevor Sie ein Angebot annehmen.
Über unsere Totalschadenbörse vermitteln wir beschädigte Fahrzeuge an geprüfte Ankäufer in Österreich und helfen dabei, einen fairen, regional realistischen Restwert zu erzielen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Restwert und Wiederbeschaffungswert?
Der Wiederbeschaffungswert ist der Preis für ein vergleichbares, unbeschädigtes Fahrzeug. Der Restwert ist der Wert Ihres Fahrzeugs im aktuellen, beschädigten Zustand. Die Differenz ergibt bei einem Totalschaden die Entschädigung.
Wer legt den Restwert fest?
In der Regel ein unabhängiger Kfz-Sachverständiger im Rahmen des Schadensgutachtens, häufig gestützt auf Angebote aus Restwertbörsen.
Muss ich das Restwertangebot der Versicherung annehmen?
Nein. Sie können Ihr Fahrzeug selbst verkaufen oder behalten. Allerdings wird bei der Entschädigungsberechnung in der Regel der im Gutachten festgestellte, regional erzielbare Restwert zugrunde gelegt.
Was passiert mit dem Restwert bei einem wirtschaftlichen Totalschaden?
Liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor, zahlt die Versicherung in der Regel die Differenz aus Wiederbeschaffungswert und Restwert aus. Das Fahrzeug selbst verbleibt bei Ihnen, sofern Sie es nicht verkaufen.